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Unser Siegel-Wegweiser

Sie kaufen bewusst ein, bevorzugen nachhaltige Bio-Lebensmittel und möchten wissen, wie die Produkte hergestellt worden sind, bevor sie in Ihren Einkaufswagen dürfen? Dann bieten Ihnen Siegel eine gute Orientierungshilfe bei der Kaufentscheidung. Sie informieren zum Beispiel darüber, unter welchen Bedingungen Obst und Gemüse angebaut, wie Tiere gehalten und Lebensmittel und Textilien verarbeitet werden. Allerdings gibt es heute zahlreiche Bio- und Nachhaltigkeitssiegel mit unterschiedlich strengen Kriterien für die Zertifizierung. Unser Wegweiser führt Sie sicher durch den Siegel-Dschungel: Erfahren Sie auf einen Blick, was die unterschiedlichen Zertifizierungen im Detail bedeuten.

EU-Bio-Siegel

Das bekannteste Siegel besteht seit 2010 und hat das Ziel, biologische Landwirtschaft zu fördern. Regelmäßige Kontrollen bei der Verarbeitung und Weiterverarbeitung von Bio-Importen durch staatlich anerkannte Kontrollstellen sind Pflicht. Sie überprüfen mindestens einmal jährlich die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen. Ein Produkt darf sich nur dann „Bio“ nennen, wenn mindestens 95 Prozent der folgenden Kriterien erfüllt sind:

  • Verzicht auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel
  • höchstzulässige Anzahl von Tieren pro Hektar (z.B. 580 Masthähnchen pro Hektar)
  • artgerechte Haltungsformen (gilt auch für gezüchteten Fisch aus Aquakulturen)
  • biologische Futtermittel sowie Verbot von Antibiotika zu anderen als medizinischen Zwecken
  • Verzicht auf Gentechnik
  • 47 Zusatzstoffe sind in verarbeiteten Lebensmitteln erlaubt (zum Vergleich: 316 Zusatzstoffe in konventionellen Produkten)

Bioland – der größte deutsche Bio-Verband

Der mitgliederstärkste Anbauverband in Deutschland steht seit Beginn in den 1930er Jahren für die Förderung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit. Kennzeichnend für den Bioland-Anbau ist die Kreislaufwirtschaft, bei der Tierdung aus eigener Tierhaltung für die Bodendüngung verwendet wird, sowie eine schonende Weiterverarbeitung der Rohstoffe. Bioland legt außerdem Wert auf Regionalität, nur deutsche Betriebe und solche aus Südtirol werden zertifiziert.

Die Standards sind im Vergleich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Kriterien für das EU-Bio-Siegel strenger:

  • gesamter Betrieb muss die Bioland-Kriterien erfüllen (im Vergleich: EU-Bio-Siegel erlaubt Teilumstellung)
  • keine chemisch-synthetischen Pestizide und Dünger
  • höchstzulässige Anzahl von Tieren pro Hektar (z.B. 280 Masthähnchen pro Hektar)
  • Tiertransporte maximal vier Stunden und 200 Kilometer (EU-Bio-Siegel: hier sind 8 Stunden erlaubt)
  • 100 Prozent Biofutter, mind. 50 Prozent vom eigenen Hof
  • 23 Zusatzstoffe sind in verarbeiteten Lebensmitteln erlaubt
  • Verzicht auf Gentechnik

Mehr Informationen unter www.bioland.de

Naturland – Bio-Lebensmittel und mehr

Der zweitgrößte Bio-Anbauverband Deutschlands und Bioland ähneln sich in vielen Punkten, auch Naturland-Standards gehen über die des EU-Bio-Siegel hinaus. Im Unterschied zu Bioland zertifiziert Naturland nicht nur Bio-Lebensmittel, sondern auch Öko-Textilien und Naturkosmetik. Pionierarbeit hat Naturland in der ökologischen Waldnutzung und Aquakultur geleistet. Auch soziale Verantwortung ist von großer Bedeutung, das Naturland Fair-Zertifikat steht für international ökologisch und fair produzierte Lebensmittel.

Das Naturland-Siegel erfüllt folgende Kriterien:

  • gesamter Betrieb muss die Naturland-Kriterien erfüllen (im Vergleich: EU-Bio-Siegel erlaubt Teilumstellung)
  • keine chemisch-synthetischen Pestizide und Dünger
  • höchstzulässige Anzahl von Tieren pro Hektar (z.B. 280 Masthähnchen pro Hektar)
  • Tiertransporte maximal vier Stunden und 200 Kilometer (EU-Bio-Siegel: hier sind 8 Stunden erlaubt)
  • 100 Prozent Biofutter, mind. 50 Prozent vom eigenen Hof
  • 20 Zusatzstoffe sind in verarbeiteten Lebensmitteln erlaubt
  • Verzicht auf Gentechnik
  • Naturland Fair-Siegel erfüllt weitere Standards wie u.a. faire Erzeugerpreise, regionaler Rohstoffbezug und gesellschaftliches Engagement

Weitere Informationen unter www.naturland.de

Demeter – die konsequenteste Bio-Landwirtschaft

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft geht auf die anthroposophische Weltanschauung Rudolf Steiners zurück und ist die älteste und konsequenteste Form ökologischer Landwirtschaft. Der Kreislaufgedanke ist hier am stärksten ausgeprägt, Viehhaltung ist obligatorisch und es kommen selbst hergestellte Präparate aus Natursubstanzen für die Düngung zum Einsatz.

Kriterien für die Demeter-Zertifizierung sind:

  • ausschließlich biologisch-dynamische Bewirtschaftung für den gesamten Betrieb, Tierhaltung ist obligatorisch für landwirtschaftliche Betriebe
  • keine chemisch-synthetischen Pestizide und Dünger
  • Biodynamische Präparate müssen verwendet werden
  • höchstzulässige Anzahl von Tieren pro Hektar (z.B. 280 Masthähnchen pro Hektar)
  • Tiertransporte maximal 200 Kilometer
  • Enthornung von Rindern verboten
  • 100 Prozent Biofutter, mind. 50 Prozent vom eigenen Hof
  • 13 Zusatzstoffe sind in verarbeiteten Lebensmitteln erlaubt
  • verboten ist Homogenisierung und das Ultra-hocherhitzen von Trinkmilch
  • Kein Einsatz von Gentechnik

Weitere Informationen finden Sie hier und unter www.demeter.de

MSC – für nachhaltigen Fischfang

Das MSC-Siegel garantiert Standards für nachhaltige Fischerei und wurde 1997 von der Umweltorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) und dem Lebensmittelkonzern Unilever gegründet. MSC steht für Marine Stewardship Council. Die unabhängige Organisation hat weltweit bereits mehr als 300 Fischereien aus 36 Ländern zertifiziert. Eine Zertifizierung gilt maximal fünf Jahre lang. Jährlich finden Kontrollen statt.

Dabei müssen folgende Standards erfüllt sein:

  • Schutz der Fischbestände, entscheidend ist dabei nicht nur die aktuelle Größe der Bestände, sondern auch die Altersstruktur und die Geschlechterverteilung
  • minimale Auswirkungen auf das Ökosystem, beim Fischfang wird u.a. durch die Vermeidung von Beifang Rücksicht auf andere Fischarten, Meeressäuger und Wasservögel genommen
  • verantwortungsvolles und effektives Management, Fischereien sollen schnell und angemessen auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren können

Weitere Informationen unter www.msc.org

ASC – nachhaltige Aquakulturen

ASC steht für Aquaculture Stewardship Council und wurde 2009 gegründet, um nachhaltige Standards für Aquakulturen zu etablieren. Das ASC-Siegel ist ein Pendant zum MSC-Siegel. Die Kriterien für die Zertifizierung sind ein Kompromiss zwischen Umweltverbänden und der Industrie. Darunter fällt ein geeigneter Standort der Aquakultur für die jeweiligen Zuchtfische mit entsprechender Wasserqualität. Antibiotika dürfen nur unter medizinischer Überwachung an erkrankte Tiere verabreicht werden.

Weitere Informationen unter www.asc-aqua.org

Fairtrade – für einen gerechten Handel

Stabile, faire Preise für die Erzeuger, langfristige Handelsbeziehungen und Schutz der Arbeitnehmerrechte – dies und mehr garantiert das Fairtrade-Siegel. Über 1,66 Millionen Bauern und Arbeiter profitieren heute weltweit vom Fairtrade-System, dessen einheitliches Siegel 2002 eingeführt wurde. Die Ursprünge der Fairhandelsbewegung gehen jedoch bereits in die 1950er Jahre zurück.

Produkte, die unter Fair Trade-Bedingungen hergestellt werden, erfüllen zum Beispiel folgende Standards:

  • Förderung gewerkschaftlicher Organisation (auf Plantagen)
  • geregelte Arbeitsbedingungen
  • Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit
  • umweltschonender Anbau
  • Förderung des Bio-Anbaus durch den Bio-Aufschlag
  • Bezahlung von Fairtrade-Mindestpreis und Fairtrade-Prämie

Weitere Informationen finden Sie hier und unter www.fairtrade-deutschland.de

Blauer Engel – der Öko-Klassiker

Schon 1978 wurde das Siegel in Deutschland eingeführt und kennzeichnet umweltfreundliches Büromaterial, Haushaltszubehör sowie ökologisch unbedenklichere Elektrogeräte wie Notebooks, Monitore, PCs, Drucker, Kopierer und Peripheriegeräte.

Kriterien für die Vergabe des Logos sind abhängig von der Produktgruppe zum Beispiel:

  • ressourcenschonend und emissionsarm (Drucker und Kopierer)
  • energiesparend und geräuscharm (Waschmaschinen, Notebooks und Monitore)
  • zumindest teilweise recyclingfähig

Wir sind stolz darauf, dass wir für das Globus-Kundenmagazins mio wie auch für das Globus-Faltblattes ein 100% Recyclingpapier mit dem Blauen Engel verwenden.

Weitere Informationen unter www.blauer-engel.de

PEFC – nachhaltige Waldbewirtschaftung

PEFC ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung "Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes", also ein "Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen" und sichert als transparentes und unabhängiges System weltweit eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. In Deutschland sind rund zwei Drittel der Wälder PEFC-zertifiziert.

Weitere Informationen unter www.pefc.de

FSC – nachhaltige Waldbewirtschaftung

FSC steht für „Forest Stewardship Council®“ und wurde 1993 in Folge des Umweltgipfels von Rio ins Leben gerufen. Er garantiert nach zehn weltweit gültigen Prinzipien, dass Holz- und Papierprodukte mit dem FSC-Siegel aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen.

Weitere Informationen unter www.fsc-deutschland.de

Ohne Gentechnik

Das staatliche Siegel wurde 2009 ins Leben gerufen und zeichnet Lebensmittel aus, die ohne Gentechnik produziert werden. Bei pflanzlichen Lebensmitteln bedeutet das Siegel, dass genveränderte Bestandteile noch nicht einmal in Spuren enthalten sein dürfen. Bei Eiern, Milch oder Fleisch dürfen die Futtermittel maximal 0,9 Prozent genveränderten Bestandteile enthalten.

Weitere Informationen unter www.ohnegentechnik.org

Rainforest Alliance – Schutz der Artenvielfalt

Das Siegel der Rainforest Alliance steht für soziale und ökologische Standards im konventionellen landwirtschaftlichen Anbau. Kriterien sind der Erhalt der Artenvielfalt, verbesserte Lebensbedingungen und Wohlergehen der lokalen Bevölkerung, Schutz natürlicher Ressourcen sowie Steigerung der Effizienz und Produktivität des Farmbetriebs.

Weitere Informationen unter www.rainforest-alliance.org

Öko-Tex Standard 100 – nachhaltige Textilien

Das Siegel Öko-Tex Standard 100 zertifiziert Textilien von Babykleidung bis Heimtextilien. Geprüft werden die Textilien von der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textil- und Lederökologie auf Schadstoff-Rückstände.

Weitere Informationen unter www.oeko-tex.com

KAT – Tierwohl für Hennen

Das Siegel des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltung (KAT) zeigt an, dass die Eier in verarbeiteten Produkten wie Kuchen, Eierlikör oder Nudeln nicht von Käfighennen stammen.

Nur Legebetriebe mit Freiland- oder Bodenhaltung, die Teil des KAT-Qualitätssicherungssystems sind und die zusätzlichen Tierschutz-Anforderungen erfüllen, dürfen das Siegel verwenden.

Weitere Informationen unter www.was-steht-auf-dem-ei.de

UTZ – Nachhaltigkeitssiegel für Tee, Kaffee und Kakao

Das UTZ Siegel ist global stark vertreten und zertifiziert Plantagen wie Unternehmen nach den Kriterien: gute Agrarpraxis, gutes Farm-Management, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen, keine Kinderarbeit sowie Schonung der Umwelt.

Weitere Informationen unter www.utz.org/language-landingpage/german

RSPO – nachhaltiges Palmöl

RSPO steht für „Roundtable of Sustainable Palm Oil“, also Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl. Für den Anbau von Palmöl, des weltweit wichtigsten Pflanzenöls, werden häufig Regenwälder gerodet – mit massiven Auswirkungen auf die Umwelt: Lebensräume der Menschen und Tiere vor Ort wurden zerstört, die Böden ausgelaugt, der Klimawandel vorangetrieben. Um dem Einhalt zu bieten, stellt das RSPO-Siegel zum Beispiel folgende Kriterien:

  • keine Rodung von besonders schützenswerten Wäldern für neue Plantagen
  • Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten auf der Plantage
  • keine Kinderarbeit
  • Einbindung und Förderung von Kleinbauern

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Das V-Label

Das V-Label ist eine international geschütze und anerkannte Marke zur Kennzeichnung veganer und vegetarischer Produkte. Es erleichtert Verbrauchern, die tierfreie Produkte suchen, die Auswahl auf den ersten Blick. Man erkennt sofort, ob das gesuchte Produkt den Wünschen entspricht.

Folgende Kriterien werden dabei stets eingehalten:

  • Transparenz: unabhängige Lizensierung durch den VEBU (Vegetarierbund Deutschland)
  • Qualitätsischerung: Fachmännische Prüfung
  • Kontrolle: Regelmässige Stichproben
  • Präsenz: Hoher Wiedererkennbarkeit durch starke Präsenz
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